Dialogkreise an Schulen:

ein Weg der

gemeinschaftsbildenden Kommunikation

 

 

 

 


 

Wir leben in einer Zeit der kulturellen und medialen Vielfalt, in einer Gesellschaft, die auf Geschwindigkeit und strategische Leistung hin orientiert ist.

Schüler wie Lehrer bewegen sich innerhalb eines Schulsystems, das sich nur sehr langsam bedürfnisorientiert reformieren lässt, demnach konfrontiert der Schulalltag alle Beteiligten mit einer hohen Komplexität und enormen Anforderungen.

Schüler, Eltern und Lehrer stehen oft unter hohem Druck, was sowohl das Lernen als auch das Lehren erschwert und eine allgemein höhere Gewaltbereitschaft mit sich bringt.

Wir sind herausgefordert den Weg der reinen Wissensvermittlung loszulassen, uns mehr auf  Wege der Begegnung und Beziehungsqualität  in der Bildungsfrage einzulassen, damit sich die Schule als Lerngemeinschaft konstruktiv weiterentwickelt und die kreative Entfaltung im gemeinsamen, freudvollen Lernen wieder in den Vordergrund rückt.

 

Dialogkreise ermöglichen in einem sicheren, Vertrauen stärkenden Rahmen, über wichtige Themen des Schulalltags gemeinsam zu denken, auszutauschen und in aller Offenheit zu reflektieren:

• der Umgang mit Gewalt (Mobbing, Stalking, körperliche Gewalt)

• der Umgang mit unterschiedlichen Kulturen und Religionen

• Qualität der Klassen- bzw. Schulgemeinschaft

• die Beziehung zwischen Lehrern und Schülern-bzw. zwischen Lehrern untereinander und Direktor

• das Besprechen von konkreten Vorfällen, die den Schulalltag belasten

• gemeinsame Verantwortung für die Gestaltung und Qualität des Unterrichtes

• gemeinsame Ziele und Projekte (klassenintern, klassenübergreifend, schulübergreifend)

• Gestaltung einer positiven, motivierenden Zusammenarbeit aller Mitglieder der Schule

 

Dialogarbeit an Schulen stärkt die Gemeinschaft. Der Raum, der speziell dem 'Sich Aussprechen und Zuhören' gewidmet ist, bewirkt über die Zeit ein respektvolles Miteinander, lässt Akzeptanz für Unterschiede und Vertrauen ineinander entstehen .

‚Schwierige‘ Kinder/Jugendliche und Außenseiter (auch im Lehrerteam) können  durch die inkludierende Kraft des Dialogs ihren Platz in der Gemeinschaft wieder einnehmen und zu einem konstruktiven Beitragen zurückfinden.

Der Dialog in der Schule bestärkt die ursprüngliche Freude an der menschlichen Begegnung, die Neugier des Schülers und den Enthusiasmus des Lehrers und ist eine wirksame Unterstützung für die effiziente, freudvolle Zusammenarbeit .


'Ziel' einer Dialogkreis- Prozessbegleitung von Aussen ist, dass der Kreis mit der Zeit die Begleitung selbst übernimmt, weiter organisiert und intern mit wechselnder Begleitung geführt wird.

 

Zitate von Schülern:

„Ich hatte das Gefühl, dass sich einige Kinder Gedanken über ihre Worte machen“ 

„Mir hat am meisten gefallen, dass wir im Kreis saßen und frei über Probleme sprechen konnten“ 

„Für mich ist es sinnvoll, weil man sich in der Zeit, in der man sich aussprechen kann, sehr erleichtert fühlt- man kann sich alles von der Seele reden. Es hat eher wenig Wirkung in der Klassengemeinschaft gehabt, aber auch diese kleine Wirkung ist schon ziemlich groß! Diese Idee mit dem Sprechstab ist gut, dadurch kann man den Anderen besser zuhören“ 

„Ich denke mir jetzt immer: der, der redet, hat einen Sprechstock, und wer ihn nicht hat muss warten bis er ihn kriegt“

„Ich habe viele Informationen darüber erhalten wie Andere denken“ 

„Überraschend war für mich, dass Alle eigentlich aufeinander zugehen wollen“ 

 

Zusammenarbeit

Seit Herbst 2008 biete ich gemeinsam mit Eelco Schuldialoge an Volksschulen, Mittelschulen und Gymnasien für Schulklassen und Lehrerteams an.

Dialogkollegin und Ahs- Lehrerin Susanne Tunner bietet ebenfalls Dialogkreise für Schulklassen und  Lehrerteams an.